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Mittwoch, 14. Oktober 2020

14. Oktober

 

Der Oktober

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Was vorüberschien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.

Geh nur weiter, bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei`s zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen,
hadre nicht in den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?

Geh nicht wie mit fremden Füßen
und als hättst du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Lass den Herbst nicht dafür büßen,
dass es Winter werden wird.

Auf den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf grünen Fliesen,
Bäume bunt und blumenschön.
Sind`s Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter, bleib nicht stehn.

Blätter tanzen sterbensheiter
ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter,
denn das Jahr ist dein Gesetz.

Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rausch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiß die Richtung.
"Stirb und werde!" nannte Er`s. 

Erich Kästner

Ich beginne mal mit dem Oktober im allgemeinen, er ist und bleibt mein Lieblingsmonat und ich kann bis heute nicht sagen, ob es wirklich der banalen Tatsache geschuldet ist, dass es auch mein Geburtsmonat ist oder einfach, weil ich ihn ohne wenn und aber mag. Ich habe den Oktober in Deutschland gemocht, ob im Ruhrpott oder später in Berlin, ich erinnere eigentlich immer Sonnenschein und goldenes Licht, natürlich auch erste Rollkragenpullover und selbst hier in den Tropen, wo ja alles wechselverkehrt ist, hat der Oktober mit seiner beginnenden Wärme, den nachlassenden Winden der Antizyklone etwas warmherbstliches, obwohl es an sich ja eher an Frühling erinnern sollte.Das Frühjahr verbinde ich jedoch nicht wirklich mit dem Oktober hier, das liegt aber wohl daran, dass der Unterschied zum Winter minimal ist. Es gibt ja keinen kalten eisigen Winter in dem Sinne hier, wovon sich die Natur komplett ausigeln müsste....Also Oktober.

I'll start with October in general, it is and will remain my favorite month and to this day I cannot say whether it is really due to the banal fact that it is also the month I was born or simply because I like it without any ifs and buts. I liked October in Germany, whether in the Ruhr area or later in Berlin, I actually always remember sunshine and golden light, of course also the first turtleneck sweaters and even here in the tropics, where everything is reversed, October has with its beginning warmth, the decreasing winds of the anticyclones something warm autumnal, although it is supposed to be closer to spring. I don't really associate spring with October here, but that's probably because the difference to winter is minimal. There is no such thing as a cold, icy winter here in the sense that nature would have to come out of a curled up state like hedgehogs do... So October.

Je commence par octobre en général, c'est et restera mon mois préféré et à ce jour je ne peux pas dire si c'est vraiment dû au fait banal que c'est aussi le mois de ma naissance ou simplement parce que je l'aime sans aucun si ni mais. J'ai aimé octobre en Allemagne, que ce soit dans la région de la Ruhr ou plus tard à Berlin, je me souviens en fait toujours du soleil et de la lumière dorée, bien sûr aussi des premiers pulls à col roulé, et même ici sous les tropiques, où tout est inversé, octobre a avec sa chaleur de début, les vents décroissants des anticyclones, quelque chose d'automne chaud, même si cela est méteologiquement plus près du printemps.Je n'associe pas vraiment le printemps avec l'octobre ici, probablement parce que la différence à l'hiver est minime. L'hiver froid et glacial n'existe pas ici dans le sens que la nature devrait sortir doucement d'un état recroquevillé comme un hérisson ... Donc en octobre.

 

 

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Was vorüber schien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.
 
Geh nur weiter, bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei's zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen,
hadre nicht in den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?
 
Geh nicht wie mit fremden Füßen
und als hättst du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Lass den Herbst nicht dafür büßen,
dass es Winter werden wird.
 
Auf den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf grünen Fliesen,
Bäume bunt und blumenschön.
Sind's Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter, bleib nicht stehn.
 
Blätter tanzen sterbensheiter
ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter,
denn das Jahr ist dein Gesetz.
 
Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rausch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiß die Richtung.
„Stirb und werde!“ nannte er's.
https://lyricstranslate.com

Der Oktober

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Was vorüber schien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.
 
Geh nur weiter, bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei's zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen,
hadre nicht in den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?
 
Geh nicht wie mit fremden Füßen
und als hättst du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Lass den Herbst nicht dafür büßen,
dass es Winter werden wird.
 
Auf den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf grünen Fliesen,
Bäume bunt und blumenschön.
Sind's Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter, bleib nicht stehn.
 
Blätter tanzen sterbensheiter
ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter,
denn das Jahr ist dein Gesetz.
 
Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rausch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiß die Richtung.
„Stirb und werde!“ nannte er's.
https://lyricstranslate.com

Um bei Erich Kästner zu bleiben, er schrieb 1949 ein Kinderbuch, das mir immer lieb war, "Das doppelte Lottchen", die Geschichte der zufälligen Begegnung zweier Schwestern, die in frühem Kindesalter wegen der Scheidung ihrer Eltern voneinander getrennt wurden, aufgeteilt, die eine zum Vater, die andere zur Mutter. Die Entdeckung, dass sie Schwestern sind, verdanken sie ihrer äußerlichen Ähnlichkeit und der Erkenntnis, dass sie beide am selben Tag geboren sind. Und hier komme ich ins Spiel, denn ich habe ebenfalls an diesem Tag Geburtstag, zwar nicht im gleichen Jahr, aber was macht das schon? Erich Kästners eigentliche Botschaft, dass Entscheidungen der Erwachsenenwelt nicht immer deckungsgleich mit den Bedürfnisssen der Kinderwelt sind, Kinder aber ganz gewiss ernstzunehmende Persönlichkeiten besitzen, verfing sich bei mir aufgrund diesen banalen Umstands eines geteilten Datums wie Sahne, die in einen Kuchen eindringt. Eine irgendwie sinnliche Erkenntnis, und ja, ich gebe zu, ein wenig verrückt dazu.-

To stay with Erich Kästner, he wrote a children's book in 1949 that was always dear to me, "Lottie and Lisa", the story of the chance encounter between twin sisters who were separated from one another at an early age after the divorce of their parents, one staying with the father, the other with the mother. They discovered that they were sisters because of their outward resemblance and the knowledge that they were both born on the same day. And this is where I come in, because my birthday is also that day, not in the same year, but what does that matter? Erich Kästner's actual message that the decisions of the adult world are not always congruent with the needs of the children's world, but that children certainly have serious personalities, was absorbed by me like cream that penetrates a cake, just because of this banal circumstance of a shared day. A sensual realization, and yes, I admit, a bit a crazy one too.-

Pour rester avec Erich Kästner, il a écrit un livre pour enfants en 1949 qui m'a toujours été cher, "Das doppelte Lottchen/ Deux pour Une", l'histoire de la rencontre fortuite entre deux sœurs séparées l'une de l'autre très jeune à cause de la divorce de leur parents, l'une pour le père, l'autre pour la mère. Elles ont découvert qu'elles étaient sœurs en raison de leur ressemblance frappante et de la connaissance qu'elles étaient toutes les deux nées le même jour. Et c'est là que j'interviens, parce que mon anniversaire est aussi ce jour-là, pas la même année, mais qu'est-ce que ça compte? Le message réel d'Erich Kästner selon lequel les décisions du monde des adultes ne sont pas toujours en accord avec les besoins du monde des enfants, mais que les enfants ont certainement des personnalités sérieuses, j'ai absorbé comme de la crème qui pénètre un gâteau, et oui, à cause de cette banale circonstance d'une journée partagée. J'admets une réalisation sensuelle un peu folle.
 

Was blieb war das Gefühl, dass ich wie Louise und Lotte irgendwie auch ein besonderer Mensch sein musste und dass ich mit anderen Menschen eine Verbindung haben könnte, wie immer die auch geartet sei.Das freute mich damals und tut es noch heute. Und selbst im fortgeschrittenen Erwachsenenalter kann mich die schlichte Tatsache, dass eine Person mit mir ihren Geburtstag teilt, die mir vorher durch irgendetwas Verbindendes aufgefallen ist, zum Lächeln bringen, erneute Bestätigung meines Kinderglaubens, dass es so etwas wie ein geheimes Netzwerk derjenigen gibt, die am 14. Oktober geboren sind...-

What remained was the feeling that, like Louise and Lotte, I somehow had to be a special person and that I could have a connection with other people, whatever the nature of it. It made me happy then and does it still today. And even in advanced adulthood, the mere fact that a person who previously caught my attention through something that I noticed as connecting and unifying, shares her/his birthday with me, can make me smile. Reaffirmation of my child's belief that there is such a thing as a secret network of those who were born on October 14...-
 
Ce qui restait, c'était le sentiment que, comme Louise et Lotte, je devais en quelque sorte être une personne spéciale et que je pouvais avoir un lien avec d'autres personnes, quelle que soit la nature. Cela m'a rendu heureuse à cette époche et c'est encore pareil aujourd'hui. Et même à l'âge adulte avancé, le simple fait qu'une personne partage son anniversaire avec moi qui a déjà attiré mon attention par quelque chose qui me relie peut me faire sourire réaffirmation de la conviction de mon enfant qu'il existe un réseau secret de ceux qui sont nés le 14 octobre ...
 
 
Und das war kurz vor Mitternacht des diesjährigen 14. Oktobers, die Kerze fast abgebrannt, Miss Molly und Dirk in meiner Nähe, zelebrierte ich meinen (oops!) 60. Geburtstag, in dem ich unter anderem die von Dirk heruntergeladene alte Filmfassung des "Doppelten Lottchens" schaute, die ich mindestens seit über 50 Jahren nicht mehr gesehen hatte.Und ich stieß auf all die an, die meinen Lebensweg irgendwie mitgeprägt haben. Auch auf die, die mit zu "meinem Netzwerk" gehören. 
 
And that was shortly before midnight of this year's October 14th, the candle almost burned down, Miss Molly and Dirk near me, I celebrated my (oops!) 60th birthday, in which, among other things, I downloaded the old film version of "Das Doppelte Lottchen"that I hadn't seen for at least 50 years. And I made a toast to all those who have somehow shaped my life. Also on those who belong to "my network".-
 
Et c'était peu avant minuit le 14 octobre de cette année, la bougie a failli brûler, Miss Molly et Dirk près de moi, j'ai fêté mon (oups!) 60e anniversaire, dans lequel, entre autres, j'ai téléchargé l'ancienne version cinématographique de "Das doppelte Lottchen" que je n'avais pas vu depuis au moins 50 ans. Et j'ai porté un toast à tous ceux qui ont en quelque sorte façonné ma vie. Aussi sur ceux qui appartiennent à "mon réseau personnel".
 
Hannah Arendt
14.10.1906 -04.12.1975
 
Und das letzte Wort überlasse ich ihr, denn wo sie Recht hat, hat sie Recht, auch wenn sie schon eine Weile nicht mehr unter uns weilt. 

And I leave the last word to her, because where she is right, she is right, even if she has not been with us for a while.

Et je lui laisse le dernier mot, car là où elle a raison, elle a raison, même si elle n'est pas avec nous depuis un moment.
 

 Bereite dich auf das Schlimmste vor, erwarte das Beste und nimm, was kommt...-
 
 Prépares au pire, attends le meilleur et prends ce qui vient...
 
 

Sonntag, 2. August 2020

Miss Molly - No cake but.... Mine Frits & Poulet...


Photo source
Diesen wunderbaren Kuchen habe ich vor 5 Jahren auf einer Website für Hunde gefunden, die nicht mehr zu existieren scheint, aber der Grund, warum ich das Foto heruntergeladen habe, existiert immer noch: Miss Molly, unsere geliebte Hündin, die gestern 11 Jahre alt geworden ist und ihren Geburtstag mit meiner Mutter teilt, die 83 wurde...-

That marvellous cake I found 5 years ago on a website dedicated to dogs which does not seem to exist anymore, however the reason why I downloaded the photo still exists: Miss Molly, our beloved dog who turned yesterday 11 years old, sharing her b-day with my mother who turned 83...-

Ce merveilleux gâteau que j'ai trouvé il y a 5 ans sur un site dédié aux chiens qui ne semble plus à exister, cependant la raison pour laquelle j'ai téléchargé la photo existe encore: Miss Molly, notre chienne adorée qui a eu 11 ans hier, partageant son anniversaire avec ma mère qui a eu 83 ans ...

Not a cake, but Mine frits...
Während meine Mutter von meinen Schwestern zum Essen in ein Restaurant eingeladen wurde, bekam Miss Molly von Karin, unserer Freundin aus Hamburg, eine Einladung zu einem  Leckerbissen: Mine frits, ein sehr beliebtes Gericht hier in Rodrigues, Nudeln mit Gemüse, gebratenes Ei und Hühnchen. Selbstverständlich auch aus einem Restaurant:-).-

Whereas my mother was invited for dinner to a restaurant by my sisters, Miss Molly was invited to a treat by Karin, our friend from Hamburg.Mine frits, a very popular dish here in Rodrigues, noodles with veggies, crumbled eggs and chicken. It goes without saying that this dish was prepared by a restaurant too:-). -

Alors que ma mère a été invitée à dîner dans un restaurant par mes sœurs, Miss Molly a été invitée à une friandise par Karin, notre amie de Hambourg: des Mines frits, un plat très populaire ici à Rodrigues, des nouilles aux légumes, des œufs et du poulet. Bien sûr, aussi préparé dans un restaurant:-).


Molly liebt Nudeln, was vielleicht erklärt, dass ich kein Foto machen konnte mit direktem Blick von ihr in die Kamera. Wie auch immer, sie lässt Karin hiermit ihren herzlichsten Dank ausrichten.-

Molly loves noodles which explains why I couldn't get a photo where she was looking right into the camera. However, she says thank you to Karin!-

Molly adore les nouilles, ce qui explique pourquoi je ne pouvais pas prendre une photo où elle regardait directement dans la caméra. Cependant, elle dit merci à Karin! -


Und ob ihr es glaubt oder nicht, die Geburtstagsfeierlichkeiten gingen selbst heute noch weiter, als Hans mit einer Flasche Wein, dem Anlass entsprechend schön dekoriert mit einem kleinen ausgestopften Hund, und einer Box mit Hühnchenstücken vorbeikam.

And you won't believe it, her b-day celebrations were continued even this morning when Hans dropped by with a bottle of wine, nicely decorated with a little stuffed doggie fitting the occasion, and a box of chicken pieces.-

Et vous n'allez pas le croire, les célébrations de son anniversaire se sont poursuivies même ce matin lorsque Hans est passé avec une bouteille de vin, joliment décorée selon l'occasion avec un petit chien en peluche et une boîte de morceaux de poulet.

Der Wein war für uns - die Hühnerteile für Miss Molly, die sie ohne viel Federlesens schnellstens verspeiste...-

The wine was for us - the chicken pieces for Miss Molly which she finished in no time with not even a blink of her eyes...-

Le vin était pour nous - les morceaux de poulet pour Miss Molly qu'elle termina en un rien de temps sans même un clin d'œil ...-

Und hier ein Danke schön Foto, Miss Molly möchte, dass ihr auch seht, wie sie so vor 11 Jahren aussah.-

And here, a thank you pic on behalf of Miss Molly, she wants to see you how she was 11 years ago.-

Et ici une  photo de remerciment de la part de Miss Molly qui veut que vous voyez comment elle était il y a 11 ans.


Und hier 3 Bilder von mir aus dem Jahr 2009 - das haben wir jahrelang jeden Nachmittag gemacht. -

And here 3 pics from me - that is what we have done for years every afternoon starting 11 years ago.-

Et voici 3 photos de moi - c'est ce que nous avons fait pendant des années chaque après-midi à partir de 11 ans.

Die Spaziergänge zum Hafen und ans Wasser finden nicht mehr so oft statt, es gibt mittlerweile einfach zuviele nicht angeleinte Hunde, die sich dort aufhalten und zuviele Möglichkeiten sich den Magen zu verderben...-

The walks to the harbor and to the sea don't take place as often anymore, there are now simply too many dogs that are not on a leash, and there are too many possibilities to spoil the stomach ...-

Les promenades vers le port et vers la mer ne se font plus aussi souvent, il y a maintenant tout simplement trop de chiens qui ne sont pas tenus en laisse, et il y a trop de possibilités pour se gâter l'estomac ...-


So, und nun laufen wir um den Block, das macht auch Spaß, sagt Molly!-
So, and now we’re walking around the block, it’s fun too, that's what Molly says!-
Alors, et maintenant nous marchons dans notre quartier, c'est aussi amusant, c'est ce que Molly dit!

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Sonntag, 23. August 2015

Statt Blumen...ein Löwenbaum! - Instead of flowers...a lion's tree!

 Überraschung, Überraschung: Kein Löwenkuchen heute, sondern ein Löwenbaum...!-
Surprise, surprise: Not a lion cake today, but a lion tree...!

Heute ist der letzte Tag im Zeichen des Löwen...
Today is the last day in the sign of Leo...

Zusammenkommen einmal anders....
Getting together with a difference...
Und was ist besser als einmal richtig abzuhängen?
And what is better than hanging around having a rest?

Genau, abhängen!-
Yes, you got it, just having a rest!

Eine andere Perspektive einnehmen geht auch...-
To take another prospective is possible too....

Egal wie alt man ist...-
No matter how old you are...
Herausforderungen sind dazu da, sie zu bewältigen...-
Challenges belong to life and have just to be dealt with...

Allen, die heute einen besonderen Tag begehen, alles Gute...,
 allen voran den letzten Geburtstagskindern im Zeichen des Löwen!

Wishing everyone who is celebrating a special day today all the best....
especially to all whose birthday happens to be on the last day in the sign of Leo.
Happy Birthday, Britta-Gudrun!

Picture source:

Dienstag, 28. Februar 2012

Der 29. Februar...Leap Day

There are about 187,000 people in the US, in Germany 55,000, and 4 million people in the world who were born on Leap Day, all asking the same question...))

Ein Tag wie jeder andere, ein Tag, an dem geboren und gestorben wird, man verliebt sich oder auch nicht, und auch vor Katastrophen ist man nicht gefeit, ebensowenig wie vor Serienmördern, die an diesem Tag geboren sein können. Und doch hat dieser Tag etwas, und durch den 4jährigen Abstand seines Auftretens ist er geradezu magisch für alle, die an diesem Tag Geburtstag feiern.Morgen ist es wieder soweit. Endlich muss sich mal nicht der 1. März geteilt werden. Endlich ist man bei sich, seinem Tag angekommen.Oder man macht ihn zu seinem Tag, indem man heiratet.Doch wieso gibt es ihn eigentlich wirklich nur alle 4 Jahre? Wer darauf eine Antwort sucht, findet sie in Günter Eichs Märchen "Der 29.Februar".-

A day like any other, a day to be born, a day to die, a day of falling in love or not, a day not even immune against disasters, nor free of serial killers. They too are said to have been born on this day, well understood...like on any other day. And yet this day has something special, and due to the  4-year interval of its occurrence it is simply magic, especially for all who celebrate their birthday. Tomorrow for instance. Eventually no need to share the first of March. Eventually arrived on the day belonging to them in particular.Or it becomes the particular day for those who marry on leap day. But why actually really only every 4 years? Those looking for an answer, will find it in Günter Eich's tale "The 29th of February."

Einst lebte die böse Königin Marzipilla, die auf das Erbe ihrer Stieftochter Prinzessin Klara eifersüchtig war und es für ihr eigenes Kind wollte. So befahl die Königin den Tod des Mädchens, doch Klara konnte rechtzeitig fliehen.
Auf ihrer Flucht trifft die Prinzessin auf den 28. Februar, der ihr seine Hilfe anbietet. Also macht sich die Prinzessin auf den Weg und sucht den Unterschlupf der 365 Brüder. Doch diesen darf sie nur als einen Tag betreten. So begibt sich Klara zur Sonne und fragt diese, ob sie nicht schneller wandern könnte, so dass man im Kalender noch einen Tag hinzufügen könnte. Die Sonne, schon alt und schwach, überlegt wie sie diese schwere Aufgabe bewältigen kann. Schließlich macht sie Prinzessin Klara und den 365 Brüdern ein Angebot...


Übrigens, und das hat mir besonders gut gefallen neben der Tatsache, dass Klara nun als 29. Februar sicheren Unterschlupf bei den 365 Brüdern findet, auch der dem Vater treu ergebene Diener durchkreuzt die finsteren Pläne der heimtückischen Königin. Statt des Prinzessinnenherzens, welches er jagen sollte, bringt er Marzipilla das Herz einer Wildsau zum Verzehren, woraufhin sich das böse Weib in ein Wildschwein verwandelte....

Klaras Vater widerum ist so betrübt, dass er seine geliebte Tochter nun nur noch alle 4 Jahre wiedersieht, dass er sich der Völlerei hingibt, fortan verschlingt er ganze Berge von Geflügel, Braten, Bohnen, Klößen, große und kleine Kuchen, weißen und roten Wein.-

Once upon a time there was a wicked queen called Marzipilla who was jealous of the legacy of her stepdaughter, Princess Clara, which she wanted to claim for her own child. So the queen ordered the girl's death, but Clara could escape in time. On her flight, she meets the 28th February, offering her his help. So the princess sets off and seeks the shelter of the 365 brothers. But oops, she is only allowed to enter the shelter as a day. So Klara moves then to the sun and asks her whether or not she could move faster in order to add one more day in the calendar. The sun is already old and weak, and after thinking hard about how she could cope with this difficult task, she finally makes Princess Clara and the 365 brothers an offer....

By the way, and I particularly liked that, not only that Clara could be saved by becoming the 29th of February, also the servant, faithful to her beloved father, crossed the sinister plans of the treacherous queen. Instead of the princesses' heart which he was supposed to hunt, he brought her the heart of a wild boar.Once digested by Marzipilla, the angry woman was transformed into a boar ...

As to Clara's father, he is so saddened about seeing his beloved daughter from now on only every 4 years that he seeks solace in full, devouring mountains of poultry, beef , beans, dumplings, large and small cakes, white and red wine...



Ob Klaras Vater noch einmal geheiratet hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Nur für alle Fälle, sollte es in einem Schaltjahr gewesen sein, dann kann es durchaus wie oben abgebildet zugegangen sein.Denn nachdem Schaltjahre nicht mehr wie bei den Römern mit Unglück assoziiert wurden, in denen z.B. keine Weinberge neu angelegt werden durften, setzten sich ganz andere Bräuche durch. So entwickelte sich bspw.ausgehend von Irland im 5.Jahrhundert der Brauch, dass junge Frauen in Schaltjahren ihren Freunden einen Heiratsantrag machen durften. Sonst war das gegen jede Konvention und somit undenkbar. Heiraten im Schaltjahr war also Sache der zukünftigen Braut.

Das zeigt sich auch im süddeutschen Brauchtum. Dort ist es sehr beliebt, seiner Liebsten am ersten Mai eine kleine, bunt geschmückte Birke als Liebesbeweis in den Vorgarten zu stellen. Im Schaltjahr jedoch sind die Frauen dran und dürfen den Baum im Garten ihres Auserwählten aufstellen.(source)

In einigen Gegenden ist der 29.Februar aus dem gleichen Grund aber auch als Junggesellentag bekannt. Lehnte ein Mann einen Heiratsantrag ab, der ihm an einem 29.Februar unterbreitet wurde, so wurde von ihm erwartet, dass er eine Strafe, wie ein Kleid oder Geld zu zahlen hatte. In vielen europäischen Ländern, vor allem in den oberen Klassen der Gesellschaft war es Tradition, dass einer brüskierten Frau zumindest 12 Paar Handschuhe zu kaufen waren, damit sie die Peinlichkeit nicht mit einem Verlobungsring ausgestattet zu sein, verstecken konnte. Während des Mittelalters gab es Gesetze, die diese Tradition regelten.(source)


Whether Princess Clara's father has married again, is beyond our knowledge. Just in case, had it been in a leap year, then it may well have happened as depicted above. After leap years were not associated any longer with bad luck and disaster, as it shows for example in Roman times when vineyards were not to be created then, completely different traditions followed.

"According to an old Irish legend, or possibly history, St Bridget struck a deal with St Patrick to allow women to propose to men – and not just the other way around – every 4 years. This is believed to have been introduced to balance the traditional roles of men and women in a similar way to how Leap Day balances the calendar. 

In some places, Leap Day has been known as “Bachelors’ Day” for the same reason. A man was expected to pay a penalty, such as a gown or money, if he refused a marriage proposal from a woman on Leap Day. In many European countries, especially in the upper classes of society, tradition dictates that any man who refuses a woman's proposal on February 29 has to buy her 12 pairs of gloves. The intention is that the woman can wear the gloves to hide the embarrassment of not having an engagement ring. During the middle ages there were laws governing this tradition."(source)

This is also evident in the traditions of the southern region of Germany where it is very popular as proof of love to put a small, colorfully decorated birch in the front yard of the cherished one on the first of May. In leap years, however, women are allowed to place the tree in the garden of their chosen ones. (source)
  

Und was Klara betrifft, nun wissen wir, mit was sie zumindest an einem dieser Tage beschäftigt war, wenn sie dann mal nicht ihren Vater gesehen hat...)) -
And as to Clara, now we know what she was doing on one of those days, when she had not been seeing her father...))

All the best to all born on 29th of February
 with some extra-special kisses to Brigitte in Berlin -
Enjoy YOUR day!


Donnerstag, 2. Februar 2012

Odette Ernest-Dias - Eine musikalische Begegnung in Rodrigues


Odette Ernest-Dias

Es gibt Tage, die sind voll von Überraschungen, Dienstag, der letzte Tag im Januar, war solch ein Tag. Erst der unerwartete Besuch des Kreuzfahrtwohnschiffs The World, und dann nachmittags, als ich eigentlich auf meinem Weg nach Hause war, ein unerwartetes Konzert mit Odette Ernest-Dias, der bekannten in Brasilien lebenden Professorin, Musikwissenschaftlerin und Konzertflötistin, Querflöte spielt sie um genau zu sein. Begleitet von ihrem Sohn Jaime und einem einheimischen Gitarristen. In die Wege geleitet wurde diese künstlerische Begegnung auf unserer Insel von Marcel Poinen, der ebenfalls zugegen war und zwischendurch eine kreolische Gesangseinlage darbot, musikalisch unterstützt von allen.-

There are days full of surprises, Tuesday, the last day in January, was such a day. First the unexpected visit of the cruising vessel "The World", and then in the afternoon when I actually was on my way home, I heard unexpected, beautiful tunes coming from the Catholic Church in Port Mathurin and performed by Odette Ernest Dias, the well-known professor, music researcher and concert flautist from Rio.She was accompanied by her son, Jaime, and a local guitarist. The artistic encounter, a true rarity on our island, was initiated by Marcel Poinen, a Mauritian artist who was also present and who himself offered a Creole singing performance, accompanied by them all.


After she left France and moved to Bresil in 1952 her career as solo flutist started

Odette, die Musikerin
"Geboren 1929 in Paris, studierte sie am National Conservatory of Music und erhielt den ersten Preis für Flöte im Jahr 1951. Im folgenden Jahr, ging sie nach Brasilien und wurde dort von dem berühmten brasilianischen Dirigenten Eleazar de Carvalho als Soloflötistin für das Brasilianische Symphonie Orchester unter Vertrag genommen, 1974 wurde sie auch Professor in der Abteilung für Kunst der Universität Brasilia.


In letzter Zeit hat sie sich der Erforschung der barocken Musik von Minas Gerais und der brasilianischen Musik des XIX Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts gewidmet. Sie hat heute eine der größten Sammlungen von Musik und Referenzen für alle Studenten und Forscher der brasilianischen Musik. Die Aufnahmen "Recital", "Brazilian Sarau" und "Geschichte der brasilianischen Flöte", enthalten einige der wichtigsten entdeckten Werke ihrer Forschung."(Quelle)


Odette, the musician
"Born 1929 in Paris, she studied at the National Conservatory of Music and was granted the First Prize of Flute in 1951. In the following year, she arrived in Brazil hired by the famous Brazilian conductor Eleazar de Carvalho to be the principal flute of the Brazilian Symphony Orchestra, becoming also Professor of the Department of Arts of the University of Brasilia in 1974.

Lately, she has dedicated herself to the research of the baroque music of Minas Gerais and the Brazilian music of the XIX century and early-20th century. She has today one of the largest collections of music and references for all the students and researchers of Brazilian music. In her recordings "Recital", "Brazilian Sarau" and "History of the Brazilian Flute", are some of the most important works discovered by her research." (source)


Odette Ernest Dias & Mauritius

Odette Ernest Dias Wurzeln liegen in Mauritius und ist Ursache für ihren derzeitigen Aufenthalt, Spurensuche auch über die Musik, die zu Begegnungen mit mauritischen Künstlern führt.

Ihr Vater, Louis Régis Eole Ernest, wurde 1892 in Mauritius geboren, auch er war Musiker und spielte Flöte und Klarinette . Ein "Weltenbummler", wie sie selbst sagt, der im Ersten Weltkrieg der britischen Armee beitrat. Er traf ihre Mutter, Marie Antoinette Keith, eine Elsässerin, in Paris, wo sie Englischunterricht gab. Wie ihre Patentante Odette Ernest, die 1893 in Mauritius geboren wurde und nach der in Mauritius Straßen benannt sind, wurde er während des 2. Weltkriegs als Teilnehmer der Französischen Résistance verhaftet und kam in ein Konzentrationslager. 

Die Suche nach den Ursprüngen ist mehr als sentimental, sagt Odette Ernest Dias. "Es geht mir darum, mich zu verstehen. Es ist ein Versuch des Selbst-Verständnis und auch eine Möglichkeit, mich zu überraschen". 

In Mauritius ist sie in Archiven auf der Suche nach der Geburtsurkunde ihrer Großmutter Agarithe Marcello (geboren in Port-Louis) und um mehr über ihren Vater herauszufinden, der in der "Cérnéen" schrieb.Sie möchte auch Orte besuchen, die nach ihrer Tante (Odette Ernest) benannt sind.  

Odette Ernest-Dias ist die Mutter von sechs Kindern, von denen fünf als professionelle Musiker unter dem Namen "Ernest Dias" auftreten.Auch ihre 17 Enkelkinder haben bereits eine musikalische Karriere begonnen. Odette Ernest-Dias  reizen andere Horizonte. "Der Wunsch zu wissen ist wichtiger als eine Wissenschaftlerin zu sein", sagt Odette.


Die international renommierte Flötistin und Lehrerin einer ganzen Generation von Musikern denkt, dass es heutzutage mehr Möglichkeiten braucht, Musik wirklich zu leben. Im Zeitalter von Internet, wo viele Dinge kopiert werden, sagt sie, müssen wir die Originalität der Musik für den Konzertsaal oder die Straße aufsparen. 

Odette Ernest befasst sich auch mit der Frage der Rassenmischung ("Métissage"), die, wie sie sagt, es möglich macht gegen Isolation zu kämpfen. Es geht darum, Unterschiede im anderen zu erkennen, Neugier an anderen zu haben. Musik als Medium, kann als Interesse an Menschen verstanden werden, kann Interesse an Menschen entwickeln. Der Klang und die Emotion, sagt Odette, als Wiedervereinigung durch die Musik.  

2009 traf sie den mauritischen Musiker Menwar in einem Theater in Rio. Sie liebt die künstlerische Präsenz der Musiker Mauritius bis hin, dass sie sich einen kulturellen Austausch zwischen Mauritius und Brasiliensich vorstellen kann. Für Odette Ernest ist Menwar eine Chance für Mauritius, die Horizonte eröffnet. Mauritier könnten die Kultur von Brasilien und umgekehrt kennenlernen.Mit ihrem aktuellen Album "Horizons" (Horizontes), sagte Odette: "Ich fand mein Tempo, eine Ruhe im Takt, die mir half, mich auf den Klang, auf das Tempo selbst, konzentrieren zu können. Ich habe viel aufgenommen, aber dieses Album war wie eine Konsolidierung des bisherigen. Sollte es ein nächstes Album geben, wird es eine Art Improvisation sein ... " 


Odette Ernest-Dias in Mauritius

Odette Ernest Dias roots are in Mauritius which is the main reason of her present stay, but it is also about tracing for musical clues, leading to encounters with Mauritian artists, "a quest", she says, "passing through the music."

Her father, Louis Régis Eole Ernest was born in 1892 in Mauritius, he was a musician and played the flute and clarinet. A "globetrotter" as she says herself, who joined the British Army in the First World War. He met her mother, Marie Antoinette Keith, an Alsatian, in Paris, where she was teaching English. Like her godmother, Odette Ernest, who was born in 1893 in Mauritius and whose name can be found on several streets in Mauritius, he was arrested during World war II as a participant in the French Resistance and taken to a concentration camp.

"Searching for origins is more than sentimental," Odette Ernest Dias says. "My goal is to understand myself. It is an attempt of self-understanding and also a way to surprise me." 

She is in Mauritius, looking through archives to search for the birth certificate of her grandmother Agarithe Marcello (born in Port-Louis) and to find out more about her father who wrote for the "Cérnéen".She also wants to visit places that are named after her aunt ( Odette Ernest).
Odette Ernest Dias is the mother of six children, five of whom are professional musicians performing under the name "Ernest Dias." Her 17 grandchildren too have already started a musical career. Odette Ernest is fascinated by other horizons. "The desire to know is more important than being a scientist", she says.

The internationally renowned flutist and teacher of an entire generation of musicians thinks that nowadays there is a need of more occasions to live music. In the age of Internet, where many things are copied, she says, we need to conserve the originality of music for the concert hall or for the street.


Odette Ernest also addresses the issue of miscegenation ("métissage") which, according to her, allows to fight against isolation. It is about the recognition of differences in the other, about being curious about the other. Music as a medium can develop an interest in humans. The sound and emotion, says Odette, as reunification through music.

In 2009 she met the Mauritian musician Menwar in a theater in Rio. She loves the artistic presence of the musicians from Mauritius, she can even think of a cultural exchange between Mauritius and Brasilien. For her Menwar represents an opportunity for Mauritius which opens horizons. Mauritians could get to know the culture of Brazil and vice versa.With her latest album "Horizons" (horizontes), Odette said: "I found my tempo, my pace, which helped me to concentrate and to focus on the sound itself. I've recorded a lot, but this album was like a consolidation. Should there be a next recording, it will be a kind of improvisation ... "


Hier eine kleine Kostprobe ihres Könnens
Duo Artmo interpreta Bach



Odette Ernest-Dias wird heute 83. - Today the impressive artist turns 83.

Feliz aniversário, Odette!


Sources:
- Some of her available disks here
- Odette Ernest-Dias on YouTube here