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Montag, 8. Juni 2026

Keine wirkliche Überraschung – nach Kanada und Grönland nun ....Diego Garcia!!

Keine wirkliche Überraschung, oder ?? Eher nur, dass es so lange gedauert hat...Spätestens nach Grönland waren wir darauf eingestellt, dass das kommen würde...-

No real surprise, right?? More like that it took so long... We were prepared for this to happen after Greenland at the latest...

  

Image NYT 

Laut Medienberichten erwägt die Trump-Regierung den direkten Kauf der Chagos-Inseln  von Mauritius. Laut The Telegraph war es US-Finanzminister Scott Bessent, der diesen Plan ausgeheckt hat, mit dem Ziel der dauerhaften und ausschließlichen Kontrolle über den strategisch wichtigen britisch-amerikanischen Militärstützpunkt auf Diego Garcia. 

US-Militärs befürchten Spionagegefahren durch Chinas enge Beziehungen zu China, zudem gewinnt Diego Garcia durch den aktuellen militärischen Konflikt mit dem Iran massiv an strategischer Bedeutung für Langstreckenraketen.

Die britische Regierung unter Premierminister Keir Starmer hatte 2025 ein Abkommen zur Übertragung der Souveränität an Mauritius unterzeichnet und gleichzeitig einen 99-jährigen Pachtvertrag für den Betrieb des Stützpunkts auf Diego Garcia gesichert. Dieses Abkommen wurde jedoch auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump seine Unterstützung zurückgezogen und die Übertragung als „große Dummheit“ scharf kritisiert hatte.

Der Präsident unterstützte zunächst Starmers Abkommen zur Abtretung der Inseln, verwarf es jedoch, nachdem Sir Keir sich geweigert hatte, den USA die Nutzung von Diego Garcia für Angriffe auf den Iran in den ersten Kriegsstunden zu gestatten.

Die Labour-Partei hatte gehofft, 2025 ein Gesetz zur Übergabe der Inseln an Mauritius verabschieden zu können, kann das Abkommen jedoch ohne die Zustimmung der USA nicht ratifizieren und die Inseln somit nicht an Mauritius übergeben.

Die Lage von Diego Garcia würde den Iran in Reichweite bringen und rund um die Uhr Langstreckenbombereinsätze ermöglichen, wie beispielsweise den Angriff auf Teheran mit B-2 Spirit-Stealth-Bombern.

Über den Preis für die Chagos-Inseln wurde noch nicht verhandelt. Großbritannien plante ursprünglich, die Inseln an Mauritius zu übergeben und anschließend rund 35 Milliarden Pfund (46,7 Milliarden US-Dollar) für 99 Jahre zu zahlen, um den Militärstützpunkt zurückzupachten.

Um die Kontrolle über die Inseln zu erlangen, müsste Washington zunächst Starmers Abkommen zustimmen und anschließend nach der Souveränitätsübertragung mit den Mauritiern verhandeln.-

The Indian Express

The Trump administration is exploring a proposal to directly purchase the Chagos Islands from Mauritius, a move aimed at securing permanent and exclusive control over the strategically vital UK-US military base on Diego Garcia. 

The Alternative Proposal: The US purchase is currently one of several internal policy options drafted by White House officials, prompted by concerns over the UK's previous plan to hand the islands' sovereignty over to Mauritius.

Senior US officials fear that ceding full sovereignty to Mauritius could pose surveillance and security threats to the heavily utilized base, especially given Mauritius' diplomatic ties with China and Iran.

The British government under Prime Minister Keir Starmer had previously signed a deal to transfer sovereignty to Mauritius while securing a 99-year lease to maintain the Diego Garcia base. However, this legislation was shelved indefinitely after US President Donald Trump withdrew his support, harshly criticizing the transfer as an act of "great stupidity".

The president initially supported Sir Keir’s deal to give the islands away, but then chose to scuttle it after Sir Keir refused to allow the US to use Diego Garcia to carry out strikes on Iran in the opening hours of the war.

Labour had hoped to pass a bill to give the islands to Mauritius in 2025, but it cannot ratify the deal and hand the islands over to Mauritius without US consent.

Diego Garcia’s location would put Iran within striking distance and allow for round-the-clock, long-range bomber missions, such as the strike on Tehran using B-2 Spirit stealth bombers.

A price for the Chagos Islands has not yet been discussed. Britain initially planned to give the islands to Mauritius and then pay around £35bn ($46.7bn) for 99 years to lease back the military base.

To take control of the islands, Washington would first have to allow Sir Keir’s deal to go through, then negotiate with the Mauritians once sovereignty had been transferred.

 Der Stützpunkt Diego Garcia liegt etwa 3.800 km von Iran entfernt und umfasst einen Luftwaffenstützpunkt, der US-amerikanische Langstreckenraketen aufnehmen kann.-

The Diego Garcia base, located, is about 2,360 miles (3,800km) from Iran and includes an airbase that can handle US long-range missiles.

L'express 09.06.2026
 

Und was sagt Mauritius zu Trumps Plänen?

Die mauritische Regierung hat diese Berichte entschieden zurückgewiesen und erklärt, ihre Souveränität über den Chagos-Archipel sei nicht verhandelbar. Darüber hinaus stellten mauritische Beamte klar, dass sie keine offiziellen Kaufangebote direkt von der US-Regierung erhalten hätten.-

 And what does Mauritius say about Trump's plans?

The Mauritian government has firmly rejected these reports, stating that its sovereignty over the Chagos Archipelago is non-negotiable. Furthermore, Mauritian officials have clarified that they have not received any official purchase offers directly from the US administration.

To be continued...
 

 

 Sources:

- Trump considers buying Chagos Islands/ The Telegraph 07.06.2026

- Selling Chagos to Trump would be the death of modern diplomacy /The Telegraph 07.06.2026

-  Trump reportedly considers buying Chagos Islands from Mauritius/The Guardian 07.06.2026 

-  «La souveraineté de Maurice sur les Chagos n'est pas négociable», réagit le Bureau de l’Attorney General après l'article du Telegraph /Defimedia 08.06.2026

- Trumps neuer Expansionsplan: US-Regierung will die Chagos-Insel kaufen/Frankfurter Rundschau 08.06.2026

 

Related:

-  Chagos Petition - 28 670 Signatures! /05.04.2012

-  Chagos....The Petition/29.03.2012

-  Hintergrund Chagos..."Vertrieben aus dem Paradies"/29.03.2012

Montag, 6. Juni 2022

Eine Fundsache und doch nochmal was zum Transit der Venus...A find and the Transit of Venus Reloaded...

 

 

Ein Venustransit ist ein seltenes astronomisches Ereignis, bei dem der Planet Venus exakt zwischen der Erde und der Sonne hindurchzieht. Seit dem Jahr 1761 hat dieses Schauspiel nur fünfmal stattgefunden. Es tritt in Paaren im Abstand von acht Jahren auf, gefolgt von einer Pause von über einem Jahrhundert 

A transit of Venus is a rare astronomical event in which the planet Venus passes directly between the Earth and the Sun. Since 1761, this spectacle has occurred only five times. It happens in pairs eight years apart, followed by a gap of over a century.

Die Daten aller Transite seit 1761 - The dates of all transits since 1761:

  • 6 June 1761 
  • 3 June 1769
  • 9 December 1874
  • 6 December 1882
  • 8 June 2004 
  • 5/6 June 2012 

Ich habe bereits einiges zum Transit der Venus hier in meinem Blog gepostet, das meiste bezog sich auf Pingré's Mission in Rodrigues im Jahr 1761, und ziemlich viel auch zum Transit-Ereignis im Jahr 2012.Wenig bis gar nichts bislang zu den Transit-Ereignissen dazwischen, woran mich diese Fundsache erinnerte, ein Ersttagsbrief aus dem Jahr 2004...

I've already posted quite a bit about the transit of Venus here on my blog, most of it relating to Pingré's mission to Rodrigues in 1761, and quite a bit about the transit event in 2012 as well. Little to nothing so far about the transit events in between, which this find reminded me of – a special first-day cover from 2004...

 8 June 2004: Transit de Venus – Ile Maurice et Rodrigues

Source: Mauritius Philatelic Corner/Stamps of Mauritius 2000-2009

"Dieser Gedenkumschlag wurde anlässlich des Venustransits herausgegeben, einem astronomischen Ereignis, bei dem die Venus die Umlaufbahn von Sonne und Erde kreuzt. Er findet alle 122 Jahre paarweise statt, mit einem Abstand von acht Jahren zwischen den Durchgängen. Der letzte Zyklus ereignete sich 1874 und 1882.

Der Umschlag zeigt eine allegorische Darstellung des Venustransits. Für diesen Gedenkumschlag wurden drei Briefmarken der Sternbild-Serie verwendet. Sie zeigen die markantesten Sternbilder, die im Südwinter sichtbar sind.

Der Umschlag wurde in Port-Mathurin, Rodrigues, mit einem Sonderstempel frankiert, der Pointe Venus zeigt, wo in der Vergangenheit Venustransite beobachtet wurden."

"This commemorative enveloppe was issued to mark the Transit of Venus, an astronomical event, in which Venus crosses the path the sun’s and the earth’s orbit. It occurs in pairs every 122 years with an interval of 8 years between each passage. The last cycle was in 1874 and 1882.

The cover depicts an allegoric representation of the Transit. Three stamps, from the Constellation issue were used for this commemorative cover. They are the most prominent constellations observed during the austral winter.

The enveloppe was franked at Port-Mathurin, Rodrigues, with a special cachet showing Pointe Venus where Transit observations were made in the past."

Hier nochmal eine zusammenfassende Rückschau - Here's a summary review

  

Abbé Guy Pingré

Der Transit der Venus, beobachtet vom französischen Astronomen Abbé Guy Pingré auf der Insel Rodrigues, fand am 6. Juni 1761 statt, als die Venus als winziger schwarzer Punkt direkt vor der Sonne vorbeizog. Abbé Pingré und sein Team wurden von der Académie des Sciences entsandt, um dieses historische Ereignis von Rodrigues aus zu beobachten. Daher ist der Ort, an dem er seine Instrumente aufstellte, noch heute als Pointe Vénus bekannt. Astronomen aus aller Welt versammelten sich an über 60 Standorten der Erde, um dieses Ereignis zu verfolgen und die Entfernung zwischen Erde und Sonne, die als Astronomische Einheit (AE) bezeichnet wird, zu berechnen. Da das Wetter ungünstig war, waren Pingrés Beobachtungen historisch weniger bedeutsam wegen der Kartierung der Venusbahn vor der Sonne, sondern vielmehr, weil sie einige der frühesten Aufzeichnungen über die einzigartige Flora und Fauna der Insel lieferten, die er während seines Aufenthalts observierte.

The transit of Venus observed by the French astronomer Abbé Guy Pingré on Rodrigues Island took place exactly on June 6, 1761when the planet Venus passed as a tiny black dot directly in front of the Sun. Abbé Pingré and his team were sent by the Académie des Sciences to observe this historic event from Rodrigues Island. Because of this, the location where he set up his instruments is still known today as Pointe Vénus. Remember? Astronomers from all over the world gathered at over 60 sites to track this event to calculate the distance between the Earth and the Sun, which is known as one astronomical unit. As the weather was not favourable, Pingré’s observations were historically less significant for mapping out the tiny planet's path across the Sun but more for providing some of the earliest notes on the island's unique flora and fauna which he observed during his stay.

 

 1874 - Rodrigues

Beim nächsten Venustransit am 9. Dezember 1874 waren Astronomen diesmal auf Rodrigues sowie auf sowohl auf Mauritius vertreten.Wieder unternahmen wissenschaftliche Teams während des Transits weltweit massive Anstrengungen, um die Entfernung zur Sonne neu zu berechnen. Die beiden Inseln spielten dabei eine zentrale Rolle.

Eine offizielle, hochgradig ausgerüstete britische Expedition unter der Leitung von Lieutenant Neate war auf Rodrigues. Sie bauten Stationen an Orten wie Point Venus und Pt. Coton auf. Im Gegensatz zu früheren Versuchen hatten die Forscher auf Rodrigues im Jahr 1874 hervorragendes, klares Wetter und konnten den Transit perfekt dokumentieren.

Zusatzforschung: Die Expedition wurde von Naturforschern wie Henry Slater begleitet, die die Wartezeit nutzten, um in den Kalksteinhöhlen von Plaine Corail nach Skeletten ausgestorbener Tierarten, wie dem Rodrigues-Solitär, zu graben.

During the next transit of Venus on December 9, 1874, astronomers were present on Rodrigues Island as well as on Mauritius. Once again, scientific teams worldwide undertook massive efforts during the transit to recalculate the distance to the sun. The two islands played a central role in this endeavor.

An official, highly equipped British expedition led by Lieutenant Neate was on Rodrigues. They established stations at locations such as Point Venus and Point Coton. Unlike previous attempts, the researchers on Rodrigues in 1874 enjoyed excellent, clear weather and were able to perfectly document the transit.

Additional research: The expedition was accompanied by naturalists such as Henry Slater, who used the waiting time to excavate the limestone caves of Plaine Corail in search of skeletons of extinct animal species, such as the Rodrigues solitaire.

 

Site diagram of Belmont/Mauritius showing the heliometer room (A), photo room (B), transit room (C), double image micrometer location (D), 4-inch telescope room (E), alt-azimuth room (P), stone pillar with heliotrope (F), and 3-inch telescope location (Y), and miscellaneous stone pillars (Z).  

Lynn Palmer photo

Auf Mauritius befand sich hingegen auf privatfinanzierter Luxus-Expedition der wohlhabende britische Astronom Lord Lindsay (James Ludovic Lindsay). Zu seinem hochkarätigen Team gehörte auch der berühmte Astronom David Gill. Lindsay errichtete seine private Sternwarte in Belmont (in der Nähe von Goodlands). Am Tag des Transits gab es auf Mauritius leider einige störende Wolken.

Weil das Wetter beim Venustransit enttäuschte, nutzten Lindsay und Gill ihre Instrumente (wie das Heliometer), um stattdessen den Asteroiden Juno zu beobachten. Diese alternative Methode zur Entfernungsbestimmung im All erwies sich im Nachhinein als der eigentliche, große wissenschaftliche Erfolg der Mauritius-Reise. Die Überreste dieser Sternwarte in Belmont sind heute ein geschütztes Nationalmonument.

On Mauritius, however, the wealthy British astronomer Lord Lindsay (James Ludovic Lindsay) was on a privately funded luxury expedition. His distinguished team included the renowned astronomer David Gill. Lindsay had established his private observatory in Belmont (near Goodlands). Unfortunately, on the day of the transit, some clouds obscured the view over Mauritius.

Because the weather was disappointing during the Venus transit, Lindsay and Gill used their instruments (such as the heliometer) to observe the asteroid Juno instead. This alternative method of determining distances in space proved to be the true, great scientific success of the Mauritius expedition. The remains of this observatory in Belmont are now a protected national monument.

Visibility of the 1882 transit of Venus. The entire transit would be visible from those areas in pale blue and only a part of the transit in those dark blue areas (after Proctor, 1874: Plate VII). source

Nach dem riesigen Aufwand von 1874 blieb es auf den beiden Inseln im Jahr 1882 astronomisch gesehen ruhig, da der Transit größtenteils stattfand, als die Sonne auf den Maskarenen bereits untergegangen oder gar nicht mehr sichtbar war. Da die geometrische Konstellation bereits vprher klar war wurden Expeditionen mit teurem Gerät von den weltweiten Astronomie-Verbänden in völlig andere Regionen geschickt, wie z.B. Nord-und Südamerika.

After the enormous effort of 1874, astronomically speaking, things remained quiet on the two islands in 1882, as the transit largely occurred when the sun had already set or was no longer visible on the Mascarene Islands. Since the geometric configuration was already clear beforehand, expeditions with expensive equipment were sent by the world's astronomical societies to completely different regions, such as North and South America.

Die Wissenschaftler kehrten erst über ein Jahrhundert später – zum nächsten Transitpaar in den Jahren 2004 und 2012 – mit moderner Ausrüstung (unter anderem Teams der NASA) nach Mauritius und Rodrigues zurück. Diesmal reisten Forscher jedoch nicht mehr an, um mühsam Distanzen zu berechnen, sondern um historische Phänomene mit modernster Technik zu erforschen und das seltene Ereignis live zu dokumentieren.

Am 8. Juni 2004 stand die Region um die Maskarenen geometrisch absolut perfekt, um das Spektakel von Anfang bis Ende zu beobachten. Namhafte Organisationen wie die US-amerikanischen Ring of Fire Expeditions (unter der Leitung des NASA-Spezialisten Paul D. Maley vom JSC Astronomical Society) reisten gezielt nach Mauritius.

Maley baute seine High-Tech-Teleskope in Flic-en-Flac auf. Sein primäres Ziel war es, historische Daten direkt mit modernen Aufnahmen zu vergleichen. Er untersuchte unter anderem Berichte von Lieutenant Hoggan (der 1874 auf Rodrigues stationiert war), um optische Phänomene wie den berüchtigten „Tröpfcheneffekt“ (Black Drop Effect) und die feine atmosphärische Aura um die Venus neu zu analysieren. Unter strahlend blauem Himmel konnten hochauflösende Bildserien und Messungen durchgeführt werden. Auch auf Rodrigues wurde das Event von wissenschaftlichen Enthusiasten und Einheimischen an geschichtsträchtigen Orten wie der Pointe Vénus verfolgt.

Scientists didn't return to Mauritius and Rodrigues until over a century later—for the next transit pair in 2004 and 2012—with modern equipment (including NASA teams). This time, however, researchers didn't travel there to painstakingly calculate distances, but rather to study historical phenomena using state-of-the-art technology and document the rare event live.

On June 8, 2004, the region around the Mascarene Islands was geometrically perfectly aligned to observe the spectacle from beginning to end. Renowned organizations such as the US-based Ring of Fire Expeditions (led by NASA specialist Paul D. Maley of the JSC Astronomical Society) traveled specifically to Mauritius.

Maley set up his high-tech telescopes in Flic-en-Flac. His primary goal was to directly compare historical data with modern images. He examined, among other things, reports by Lieutenant Hoggan (who was stationed on Rodrigues in 1874) to re-analyze optical phenomena such as the infamous "black drop effect" and the subtle atmospheric aura around Venus. High-resolution image sequences and measurements were taken under a brilliant blue sky. On Rodrigues, the event was also observed by scientific enthusiasts and locals at historically significant sites such as Pointe Vénus.

  

Anse Quitor Rodrigues 2012

Der Transit von 2012 war für die Menschheit ein ganz besonderer, da es sich um den letzten Venustransit bis zum Jahr 2117 handelte. Die Bedingungen auf Mauritius und Rodrigues waren 2012 deutlich schwieriger als acht Jahre zuvor. Nur das letzte Ende des Transits war in den frühen Morgenstunden kurz nach Sonnenaufgang über dem Indischen Ozean sichtbar. Anstatt eigene gigantische Stationen vor Ort aufzubauen, nutzten lokale Bildungsreinrichtungen und Forscher auf Mauritius das Event für weltweite Bildungsprojekte. Die Daten wurden mit den hochauflösenden Live-Bildern von Weltraumteleskopen (wie dem Solar Dynamics Observatory der NASA) abgeglichen. So wurde sichergestellt, dass trotz der kurzen Sichtbarkeitsfenster auf den Inseln präzise Beobachtungen für die Nachwelt festgehalten wurden.

The 2012 transit was a truly special event for humanity, as it was the last transit of Venus until the year 2117. Conditions on Mauritius and Rodrigues were significantly more challenging in 2012 than they had been eight years earlier; only the final phase of the transit was visible over the Indian Ocean during the early morning hours, shortly after sunrise. Instead of constructing massive observation stations on-site, local educational institutions and researchers on Mauritius used the event for global educational projects. The data were cross-referenced with high-resolution live images from space telescopes (such as NASA’s Solar Dynamics Observatory). This ensured that, despite the limited visibility windows on the islands, precise observations were recorded for posterity.


 Related:

  - Transit of Venus.....Greetings from a black dot/08.06.2012

-  Rodrigues and the Transit of Venus 2012/ 07.06.2012  

 - Chasing the Venus....Pingré in Rodrigues/05.06.2012 

 - Wenn die Venus sich vor die Sonne schiebt...When Venus moves across the sun.... / 05.06.2012 

 

More on the Transit of the Venus 2004

 THE GREAT TRANSIT OF VENUS EXPEDITION TO MAURITIUS JUNE 8, 2004 By Paul D. Maley, NASA Johnson Space Center Astronomical Society, Houston, TX USA


More on First Day Covers issued in Mauritius:

 - Mauritius Philatelic Corner/Stamps of Mauritius 

Montag, 14. Februar 2022

Coups de Couleurs...Himmel wie Gemälde...Skies over Mauritius





 

One of these days when the volcano ashes, in particularly the sulphor dioxide emmissions, of Tonga were still in the athmosphere making their way around the globe...Here photos from Mauritius.

Source:

Maurice Tourisme/ fbpage 13.02.2022

Donnerstag, 20. Januar 2022

Covid-19: Black Rhino stuck in Mauritius ...Des cas de Covid-19 dans l'équipage...Rodrigues Regale leeren sich

 


Drei Besatzungsmitglieder des Frachters Black Rhino wurden am Montag, dem 17. Januar, positiv auf Covid-19 getestet, der „Meister“, der „Oberingenieur“ sowie der „Zweite Ingenieur“. 

Ursprünglich sollte die Black Rhino am Dienstag um 17 Uhr Mauritius in Richtung Port Mathurin verlassen. Aber mit dem Nachweis von drei positiven Fällen von Covid-19 unter den Besatzungsmitgliedern war das Schiff gezwungen, wie im Gesundheitsprotokoll vorgeschrieben, am Dock zu bleiben. Die Reise musste abgesagt werden. Der Frachter, der am Dienstagnachmittag 174 Container, die insbesondere Lebensmittel enthalten, nach Port Mathurin verladen sollte, konnte die Reise nicht antreten. 

Nur 4 Tage vor dem Nominierungstag in Rodrigues sitzen neun Polizeifahrzeuge, die für die nächsten Regionalwahlen eingesetzt werden sollen, auf dem Schiff fest. Ein Mitarbeiter des Fischereiministeriums, der kontaktiert wurde, sprcht von einem Plan B, den es gäbe. Oder dass die Mauritius Trochetia die Reise macht. Ob diese Option gewählt wurde, wird sich jedoch nicht vor dem 23.Januar zeigen, da die Mauritius Trochetia am Montag in Agalega vor Anker ging. Mittlerweile breitet sich auch die Sorge vor Lebensmittelknappheit auf Rodrigues aus. - 


"About Agalega", source

Three crew members of the Black Rhino freighter tested positive for Covid-19 on Monday January 17. These are the ʹMasterʹ, the ʹchief engineerʹ and the ʹsecond engineerʹ. 

The Black Rhino was originally scheduled to leave Mauritius at 5 p.m. on Tuesday for Port-Mathurin. But with the detection of three positive cases of Covid-19 among the crew members, the ship was forced to remain at the dock as stipulated in the health protocol. The trip had to be cancelled. The freighter which was to embark 174 containers, which contain food in particular, bound for Port-Mathurin on Tuesday afternoon could not make the trip. 

At just 4 days until Nomination Day in Rodrigues, nine police vehicles that will be deployed for the next regional elections find themselves stuck on the ship. Contacted, an employee of the Ministry of Fisheries says he has a plan B. Or, that the Mauritius Trochetia makes the trip. However, we will have to wait until January 23 to find out if this option has been chosen because the Mauritius Trochetia anchored in Agalega on Monday. In the meantime, the fear of a shortage of food products is spreading in Rodrigues. -

 

Mauritius Trochetia mooring in Port Mathurin/Rodrigues

Trois membres d’équipage du cargo Black Rhino ont été testés positifs à la Covid-19, lundi 17 janvier.  Il s’agit du ʹMasterʹ, du ʹchief engineer ʹ et du ʹsecond engineer ʹ.

Le Black Rhino devait initialement quitter Maurice à 17 heures ce mardi pour Port-Mathurin.

Mais avec la détection de trois cas positifs à la Covid-19 parmi les membres d’équipage le navire a été contraint de rester à quai comme le stipule le protocole sanitaire. Le trajet a dû être annulé.

Le cargo qui devait embarquer 174 conteneurs, qui renferment notamment de la nourriture, à destination de Port-Mathurin ce mardi après-midi n’a pu effectuer le trajet.

A j moins 4 du Nomination Day à Rodrigues, neuf véhicules de police qui seront déployés pour les prochaines élections régionales se retrouvent coincés sur le navire. 

Contacté, un préposé du ministère de la Pêche dit avoir un plan B.

Soit, que le  Mauritius Trochetia effectue le trajet.

Cependant, il faudra patienter jusqu’au 23 janvier prochain pour savoir si cette option a été retenue car le Mauritius Trochetia a jeté l’ancre à Agalega lundi.

En attendant, la crainte d’une pénurie de produits alimentaires gagne Rodrigues.

 

In einem Artikel im Le Mauricien vom 19.01. konnte man lesen, dass es mittlerweile wohl auch noch einen 4. entdeckten Covid-19 Fall gibt. Bislang ist noch nicht geklärt, wann die Black Rhino ablegen  oder durch die Mauritius Trochetia ersetzt werden kann.

Gestern in den verschiedenen Läden in Port Mathurin konnte man viele leere Regale sehen, und so ziemlich jede/r, versuchte seine Vorräte aufzustocken, mit dem was noch vorhanden war. Dies betrifft v.a. Kartoffeln, Zwiebeln, Reis und Speiseöl.-

In an article in Le Mauricien from 19.01. a 4th discovered Covid-19 case was mentioned. So far it has not been clarified when the Black Rhino can leave or be replaced by the Mauritius Trochetia.  

Lots of empty shelves could be seen in the various shops in Port Mathurin yesterday and pretty much everyone was trying to stock up on what was left. This applies in particular to potatoes, onions, rice and cooking oil. -

Dans un article du Mauricien du 19.01. un 4ième cas de Covid-19 sur le Black Rhino était mentionné. Jusqu'à présent, il n'a pas été précisé quand le navire peut partir ou être remplacé par le Mauritius Trochetia.  

Beaucoup d'étagères vides étaient visibles dans les différents magasins de Port Mathurin hier et à peu près tout le monde essayait de s'approvisionner avec ce qui restait. Cela s'applique en particulier aux pommes de terre, aux oignons, au riz et à l'huile de cuisson.

 

Source:

´- Covid-19 à bord du Black Rhino : le cargo chargé de vivres à destination de Rodrigues bloqué à quai/Défimedia 18.01.2022

Dienstag, 18. Januar 2022

Happy Thaipoosam Cavadee!

 

Credits carrotmadman6 from Mauritius/ source

Heute ist Thaipoosam Cavadee. Ein Feiertag in Mauritius und auch für uns in Rodrigues. Dieses Jahr ist alles etwas anders.-

Today is Thaipoosam Cavadee. A public holiday in Mauritius and also for us in Rodrigues. Everything is a little different this year.  

 

source

Dieses Jahr steht das so sehr farbenfrohe Fest unter dem Stern der Pandemie, das heißt vor allem, keine Prozession, wie sonst üblich.

Die Mauritius Tamil Temples Federation erklärt durch ihren Präsidenten Rouben Ramasawmy, dass Thaipoosam Cavadee dieses Jahr aufgrund der Pandemie unter außergewöhnlichen Bedingungen gefeiert wird, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. So beginnen die Gebete in den verschiedenen Kovils (Tempel) größtenteils um 3 Uhr morgens statt um 4 oder 5 Uhr in den Vorjahren und ab 6:30 Uhr und 7 Uhr können die Gläubigen in Gruppen von 10 Personen darauf zugreifen etwa zehn Minuten. „Damit soll jedem die Möglichkeit gegeben werden, teilzunehmen.“

Eine weitere wichtige Änderung: Es wird keine Prozession auf der Ebene der Kovils geben. Nur der Cavadee des Tempels darf die Runde um den Ort der Anbetung machen. „Anhängern wird empfohlen, stattdessen Milch mitzubringen, was auch für das Gebet wichtig ist. Jeder wird gebeten, die Richtlinien zu befolgen, weil wir nicht wollen, dass die Kovils eine Kontaminationsquelle darstellen, und glauben, dass die öffentliche Gesundheit genauso wichtig ist wie das Gebet."- 

This year, the very colorful festival is under the star of the pandemic, which means above all no procession, as usual. 

The Mauritius Tamil Temples Federation, through its president Rouben Ramasawmy, explains that this year, Thaipoosam Cavadee will be celebrated under exceptional conditions due to the pandemic, to prevent the spread of the virus. Thus, the prayers in the various kovils will begin for the most part at 3 a.m. instead of 4 or 5 a.m. in previous years and from 6:30 a.m. and 7 a.m., the faithful will be able to access them in groups of 10 people to about ten minutes. “This is in order to give everyone the chance to enter.” 

 

Source & see my post from 12 years ago

 

 

 

  

 source 
 

Als ich die Fotos für den Post vorbereite, stellt sich mir zum ersten Mal die Frage, warum eigentlich soviele Pfauenfedern als Schmuck der Gestelle benutzt werden, welche Symbolik ist dahinter und wo kommen all diese Feden her. Es sind ja überwältigend viele Federn, die jedes Jahr für dieses Fest gebraucht werden, und nicht nur in Mauritius.-

As I prepare the photos for the post, the question arises for the first time why so many peacock feathers are actually used to decorate the cavadees, what is the symbolism behind it and where do all these feathers come from. There is an overwhelming number of feathers that are used every year for this festival, and not only in Mauritius.  

 


Der Pfau spielt in vielen Kulturen eine herausragende Rolle, in  Indien ist er seit 1963 auch Nationalvogel. Dort besitzt er einen sagenumwobenen Platz, dargestellt in Tempelkunst, Mythologie, Poesie, Volksmusik und Traditionen. Eine Sanskrit-Ableitung von Mayura stammt von der Wurzel mi für töten und soll "Schlangenkiller" bedeuten. Viele hinduistische Gottheiten werden mit dem Vogel in Verbindung gebracht, Krishna wird oft mit einer Feder in seinem Stirnband dargestellt, während Anbeter von Shiva den Vogel mit dem Ross des Kriegsgottes Kartikeya (auch bekannt als Skanda oder Murugan) in Verbindung bringen. Der Pfau war also Murugas Pferd..!? -

The peacock plays a prominent role in many cultures, in India it has also been the national bird since 1963. There it has a legendary place, depicted in temple art, mythology, poetry, folk music and traditions. A Sanskrit derivation of mayura comes from the root mi for kill and is said to mean "snake killer". Many Hindu deities are associated with the bird, Krishna is often depicted with a feather in his headband, while Shiva worshipers associate the bird with the steed of the war god Kartikeya (also known as Skanda or Murugan). So the peacock was Muruga's horse, his means of transportation...!?

 

source 

Es dauert ungefähr zwei Jahre, bis ein männlicher Pfau ausgewachsen ist. Die Pfauen werfen dann jedes Jahr nach der Paarungszeit ihre Schleppe ab. Die Federn wachsen dann jährlich nach. Die langen Federn, die wir an einem männlichen Pfau sehen, sind Oberschwanzdeckfedern also eigentlich ihre Rückenfedern. Der Pfau besitzt ungefähr 200 dieser Federn. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Pfaus in freier Wildbahn beträgt ungefähr 15 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 23 Jahren. 

Die billigen Pfauenfedern in Bastelgeschäften stammen im Allgemeinen aus China, wo sie die Vögel töten und rupfen. Pfauenfedern kann man auch bei ebay oder amazon bestellen, aber es steht nicht dabei, woher sie kommen, selbst wenn sie zertifiziert sein sollen.

Viel finde ich nicht, so werde ich denn meine Fragen bis ins nächste Jahr mitnehmen. Es interessiert mich v.a. Mauritius, wir haben zwar Pfauen, aber doch nicht in solch übermäßiger Anzahl, dass soviele Federn im Umlauf sein könnten. Oder doch?-

It takes approximately two years for a male peacock to mature. The peacocks then shed their train every year after mating season. The long feathers we see on a male peacock are upper tail coverts, so the long "train" you see them display, are actually their back feathers. The peacock has about 200 of these feathers. The average lifespan of a peacock in the wild is approximately 15 years, in captivity up to 23 years. 

The cheap peafowl feathers in craft stores generally originate from China where they kill and pluck the birds.You can also order peacock feathers from ebay or amazon, but it doesn't say where they come from, even if they're supposed to be certified.

I don't find much, so I'll take my questions with me until next year. I am particularly interested in Mauritius, we do have peacocks, but not in such excessive numbers that there could be so many feathers in circulation. Or am I wrong?

 

Time now to wish everyone 
a very

Sources:
 
Related:

Sonntag, 9. Januar 2022

Mauritius und nicht Rodrigues...Holiday in Mauritius...Report of one day...Ein Tag mit Karin (Part2)



Dieser Ti Punch bleibt heute alleine...
 This Ti Punch will stay alone today...
 
Seit mehr als 25 Jahren kommt unsere Freundin Karin aus Hamburg jedes Jahr im europäischen Winter nach Rodrigues, seit Covid-19 ist alles anders.
 
 For more than 25 years, our friend Karin from Hamburg has come to Rodrigues every year during the European winter, but since Covid-19 everything has changed.
 
source syracuse.com
 
 
Hier Teil 2, schon Januar 2022  -   
Here Part 2, already January 2022

  Part 1 is here

 

Hallo, Ihr Lieben! -  Hello, my dears!

Jetzt ist mir auch klar, warum mein Wasserhahn aus Italien kommt. Mein Vermieter hat 27 Jahre mit seiner Frau in Palermo gelebt und auch einen italienischen Pass. Sein Chinesisch hat er inzwischen verlernt, denn davor hat er in Macao gearbeitet. Irgendwas in Technik, meint er. Um den Hausbau zu beaufsichtigen, sind sie zurück gekommen. Aber sie vermissen Italien sehr. Auch, weil die Spaghetti hier so teuer sind. Wenn man ihn so sieht, denkt man gar nicht, dass er außerdem noch Hindi, Kreol, Englisch und Französisch spricht. Der Sohn ist in Italien geblieben, um dort die Schule zu beenden.

Now I also understand why my tap comes from Italy. My host lived in Palermo with his wife for 27 years and he also has an Italian passport. He has since forgotten his Chinese as before that he had worked in Macau. Something in technology, he says. They came back to oversee the construction of the house. But they miss Italy very much. Also because the spaghetti are so expensive here. When you see him, you don't even imagine that he also speaks Hindi, Creole, English and French. The son stayed in Italy to finish school there.

 


 source L'humeur de POV l'express.mu

Für Mauritius ist es enorm wichtig kein Hochrisikogebiet mehr zu sein. Die Insel lebt vom Tourismus. Es gab einen längeren Bericht im Fernsehen über Corona und die Lage in Deutschland speziell, in dem auch Herr Lauterbach lange sprach.
Angela Merkel genießt ein hohes Ansehen und viel Vertrauen. Dass sie jetzt Rentnerin ist, haben die meisten noch gar nicht mitgekriegt. Und den Neuen kennt eh keiner. 

For Mauritius it is extremely important not to be a high risk area anymore. The island lives from tourism. There was a longer report on TV about Corona and the situation in Germany in particular, in which Mr. Lauterbach also spoke for a long time. Angela Merkel is highly regarded and trusted. Most of them have not even noticed that she is now a pensioner. And nobody knows the new one anyway. 

Photo:Air Mauritius

Ananas gibt’s an jeder Ecke zu kaufen. Aber sie schmeckt mir nicht und riecht auch nicht, denn sie wird auf riesigen Plantagen angebaut und mit was auch immer gedüngt. Bananen sind auch oft aus, weil es hier zu viele Affen gibt, wie mir ein Verkäufer augenzwinkernd sagt.
Schade, dass Goodlands so weit weg ist, denn dort gab’s einen richtigen Markt mit krummen Gurken, schrumpeligen Kartoffeln, kleinen leckeren Tomaten und Bauern, die ihre eigene angebaute Ananas verkauft haben. Neulich habe ich beobachtet, wie morgens die Obststände an den Straßen beliefert werden, d.h. ein Lieferfahrzeug stoppt kurz und schmeißt die Säcke mit den Mangos, Ananas, Litschis etc. dem Verkäufer vor die Füße. Also eigentlich egal, wo man kauft!

You can buy pineapples on every corner. But I don't like it or smell it, because it is grown on huge plantations and fertilized with whatever. Bananas are also often out because there are too many monkeys here, as one seller tells me with a wink. It's a shame that Goodlands is so far away, because there was a real market there with crooked cucumbers, wrinkled potatoes, tasty small tomatoes and farmers who sold their own pineapples. The other day I watched the morning delivery to the fruit stands on the streets, i.e. a delivery vehicle stops briefly and throws the sacks of mangoes, pineapples, lychees, etc. at the seller's feet. So it doesn't really matter where you buy! 

 

Photo: Karin 

Weil Sylvester für die arbeitende Bevölkerung in diesem Jahr ein Wochenende ist, hat das Goverment den Montag freundlicherweise als Public Holiday ausgerufen. Richtung Strände zog sich eine einzige Fahrzeugschlange. Obwohl der Weg vom Parkplatz zum Strand nur 200-300 Meter beträgt, sitzen einige direkt am Wagen auf ihren Stühlen und picknicken da. 

Because New Year's Eve is a weekend for the working population this year, the government has kindly declared Monday a public holiday. A single line of vehicles pulled itself towards the beaches. Although the way from the parking lot to the beach is only 200-300 meters, some sit in their chairs right by the car and have a picnic. 

Photo: Karin 

Jeden Tag Strand ist langweilig. Darum spaziere ich gerne abseits der Hauptstraßen und auch gerne durch Viertel, wo schon mal ein Kühlschrank am Wegesrand liegt. Aber auch hier gibt’s Menschen, die in alte Autoreifen Blumen pflanzen und so ihren Ort verschönern. Alle sind entspannt und grüßen freundlich.

Every day at the beach is boring. That's why I like to walk off the main streets and also like to walk through neighborhoods where a refrigerator is sometimes on the side of the road. But here, too, there are people who plant flowers in old car tires and thus beautify their place. Everyone is relaxed and greets in a friendly manner.

Not by Karin but by Aum Shanti Funeral Services on fb
 

Am Verbrennungsplatz steigt dichter Qualm auf, weil grad versucht wird, einen Scheiterhaufen von fast einem Meter Höhe anzustecken. Ca 10 Männer sitzen gelangweilt in dem überdachten Häuschen und dödeln mit ihren Telefonen rum. Keine Zeremonie oder Priester in weißen Gewändern. Nichts. So verbrennt man auch Unrat!

Dense smoke rises at the cremation site because an attempt is being made to set on a pyre almost one meter high. About 10 men sit bored in the roofed house and idle around with their phones. No ceremony or priests in white robes. Nothing. This is how you burn rubbish too!  

Not the Bamboo Bar in Anse Aux Anglais/Rodrigues but where it was you find today the Restaurant Bar Le Marlin Bleu, here a photo from 2017/ La Gazette, which by the way is our favourite resto...
 
Mit meinem Freund A. habe ich viele Nächte in der Bamboo-Bar auf Rodrigues durchgetanzt. Jetzt laufen wir uns in Grand Baie über den Weg und erkennen uns trotz Masken und Mützen. Ein Blick in die Augen genügt! Er eröffnete damals die erste Cocktailbar in Grand Baie und betreibt immer irgendwelche dubiosen Geschäfte. Jemanden von Rodrigues zu treffen, hat mich unglaublich gefreut. 

With my friend A. I danced through many nights in the Bamboo Bar on Rodrigues. Now we run into each other in Grand Bay and recognize each other despite our masks and hats. One look into each others eye is enough! At that time he opened the first cocktail bar in Grand Bay and always runs some dubious business. It made me incredibly happy to meet someone from Rodrigues. 

Photo: Karin 

Ich suche mir immer die längsten Busverbindungen raus. Außerdem ist Riviere du Rempart so ein Ort, der keine Touristen anzieht. Dem Obst und Gemüse sieht man an, dass es frisch vom Baum und Feld kommt. Alles ist billiger, weil hier nur Einheimische einkaufen.
Das Ehepaar am Straßenrand macht keine Handarbeiten, sondern repariert Schuhe. Ich habe vorher gefragt, ob ich sie fotografieren kann.

I always look for the longest bus connections. Also, Riviere du Rempart is one of those places that doesn't attract tourists. You can tell from the fruits and vegetables that they come fresh from the trees and fields. Everything is cheaper because only locals shop here. The couple on the roadside do not do any handicrafts, but repair shoes. I asked beforehand if I could take a picture of them. 

Photo: Karin 

Die großen Kinos in den Orten sind jetzt überwiegend Lagerhäuser. Nur das Kino in Triolet zeigt noch indische Filme.Das Hinweisschild für ein Eisenbahnmuseum steht schon lange an einem alten Bahnhof der Linie, die mal die ganze Insel von Nord nach Süd verband. Schade, dass dafür kein Geld vorhanden ist. Mir scheint es werden nur Straßen und Kreisverkehre gebaut.
Auch gibt’s etliche Autowerkstätten und Waschanlagen. Die kleine Fahrradwerkstatt war echt was besonderes, genau wie das Gebäude. Der Schrauber war 86 Jahre alt, das aus Felssteinen gebaute Haus nur wenige Jahre jünger. 

The large cinemas in the towns are now mostly warehouses. Only the cinema in Triolet still shows Indian films.The sign for a railway museum has been standing for a long time at an old station on the line that once connected the entire island from north to south. It's a shame there's no money for it. It seems to me that only roads and roundabouts are being built.
There are also quite a few car repair shops and car washes. The small bicycle repair shop was really something special, just like the building itself. The mechanic was 86 years old, the stone building only a few years younger.

 

 Credits: Shangri La Mauritius on twitter

Ein fast bequemer Bus schaukelt gemütlich durch die Zuckerrohrplantagen von Ost nach West. Statt Kreisverkehr gibt’s Kreuzungen mit alten Holzschildern immer mit Blick zum zweithöchsten Berg Pieter Both (820 Meter), der nach dem ersten Generalgouverneur Pieter Both von Niederländisch-Ostindien benannt ist. 

Er ist eine der landschaftlichen Sehenswürdigkeiten auf Mauritius und gilt als Nationalsymbol. Es sieht so aus, als balanciere der Berg einen ballförmigen Stein auf der Spitze. Um ihn zu besteigen, benötigt man alpine Erfahrungen.
Um die markante Felsformation ranken sich verschiedene Mythen und Sagen. So heißt es im Volksmund, solange der runde Stein dort oben auf der Spitze des Berges verweile, geht es Mauritius gut. Bis 1968 hieß es, die britische Regierung würde Mauritius erst dann in die Unabhängigkeit entlassen, wenn der Stein herunter fallen würde.
Auch sah der Milchmann Santaka eines Tages Feen auf dem Berg tanzen. Als er sein Versprechen brach und von den Feen berichtete, verwandelten diese ihn in Stein und setzten ihn auf die Spitze des Berges.

An almost comfortable bus sways leisurely through the sugar cane plantations from east to west. Instead of roundabouts, there are crossings with old wooden signs, always with a view of the second highest mountain, Pieter Both (820 meters), which is named after the first Governor General of the Dutch East Indies, Pieter Both. 

It is one of the scenic attractions in Mauritius and is considered a national symbol. It looks like the mountain is balancing a ball-shaped stone on the top. To climb it, you need alpine experience. Various myths and legends entwine around the striking rock formation. Popular wisdom says that as long as the round stone lingers up there on the top of the mountain, Mauritius is fine. Until 1968 it was said that the British government would only give Mauritius independence if the rock fell. One day the milkman Santaka also saw fairies dancing on the mountain. When he broke his promise and reported about the fairies, they turned him to stone and set him on the top of the mountain.  

 Piton de la Petite Rivière Noire, found on Pinterest

Ein einfacher Spaziergang führt auf den 8 Meter höheren Piton de la Petite Riviere Noire (828 Meter), also dem höchsten Berg, im Südwesten der Insel. Der Rundumblick von der Spitze ist beeindruckend. (Ich war natürlich schon mal oben!)

A simple walk leads to the 8 meters higher Piton de la Petite Riviere Noire (828 meters), the highest mountain in the southwest of the island. The all-round view from the top is impressive. (Of course I've already been on the top!)  

 Beau Bassin-Rose Hill Plaza, source

Endstation der Busfahrt ist die auf einem Hochplateau gelegene drittgrößte Stadt Beau Bassin-Rose Hill im Centrum der Insel mit über 100.000 Einwohnern. Ein Ort mit vielen kleinen wuseligen Geschäften. Wie früher, denke ich. Das Einkaufszentrum ist sicherlich irgendwo außerhalb. Eine heiße Boulette (ich hoffe den Namen einigermaßen richtig geschrieben zu haben) gibt’s nicht mehr überall. Also erstmal Pause und was essen. Man stellt sich seine Suppe selbst zusammen und wählt aus Fleisch-Gemüse-Tofu-oder Fischbällchen was man mag. Aus einem großen Topf wird dann Brühe aufgefüllt, ein paar Gewürze und Schnittlauch. In einer kleinen Nebenstraße entdecke ich eine kleine Lourdes-Grotte, die sehr stark besucht ist.

The end of the bus journey is the third largest town, Beau Bassin-Rose Hill, located on a high plateau in the center of the island with over 100,000 inhabitants. A place with many small ones bustling shops. Like before, I think. The mall is certainly somewhere outside. A hot Boulette (I hope I spelled the name more or less correctly) is no longer available everywhere. So first a break and eat something. You put together your own soup and choose what you like from meat, vegetables, tofu or fish balls. A large pot is then used to fill up the broth, a few spices and chives. In a small side street I discover a small Lourdes grotto that is very popular.

 
Photo: Karin Becker

Rose Hill hat eine Metro-Station. Weil es grad beim Einsteigen einen kurzen Schauer gibt, fällt mir auf, dass das Dach des Bahnsteigs nicht bis an den Zug heranreicht. Allerliebst.

Rose Hill has a metro station. Because there was a short shower when boarding, I noticed that the roof of the platform didn't reach the train. Lovely.  

 Photo: Karin Becker

Für Kaffee und Kuchen in meinem Lieblings-Café in Port Louis ist noch Zeit. Denn danach geht’s wieder mit dem Bus weiter. Auch wenn ich ja nur durch die Gegend fahre und aus dem Fenster schaue, bin ich abends nach solchen Touren fix und fertig und gehe dann was essen. Die Mitglieder einer größeren Familie am Nebentisch reichen ihre Masken der Mutter, die sie dann gebündelt in die Handtasche steckte. Ordnung muss sein!

There's still time for coffee and cake in my favorite café in Port Louis. Because after that, the bus continues again. Even though I'm just driving around and looking out the window, I'm completely exhausted after such trips in the evening and then I go out for something to eat.The members of a larger family at the next table hand their masks to their mother, who then bundled them into her purse. Order has to prevail! 

 

 

 Photos:Karin
 
Nur einmal bin ich mit dem Bus nochmal zum Cap Malheureux gefahren, um auch auf dem Friedhof zu sehen, wieviele neue Gräber es gibt. Ja, die COVID-19-Abteilung ist gewachsen. 

I only took the bus to Cap Malheureux once again, to see how many new graves there were in the cemetery. Yes, the COVID-19 section has grown.

 

Photo: Karin 

Die großen Hotels haben kaum Gäste. Mit einem Handtuch muss keiner seine Liege am Pool reservieren. Ein trauriger Anblick.

The large hotels have hardly any guests. No one needs to reserve their sun lounger by the pool with a towel. A sad sight. 

 Meteo Vacoas 07.01.2022

Hier im pottflachen Norden ist es zur Zeit sehr drückend. In der Mitte und im Süden der Insel schüttet es seit Tagen. Wahrscheinlich bleiben die Regenwolken an den hohen Bergen hängen.
Also nach dem Frühstück spontan entscheiden und dann los.

Here in the flat north it is oppressively hot at the moment. It has been raining in the middle and south of the island for days. The rain clouds are likely to stick to the high mountains. So after breakfast it's deciding spontaneously, and then off I go.


Viele liebe sonnige Grüße vom anderen Ende der Welt.

Many dear sunny greetings from the other end of the world.

Karin

P.S.  Nur wenn ich jetzt die öffentlichen Toiletten benutze, setze ich vorher meine Mütze ab, weil man mich meistens Richtung Herrenklo schickt. Sonst habe ich keine Probleme. Mir geht’s gut.

P.S.  Only when I use the public toilets now do I take off my hat because I am usually sent to the men's toilet. Otherwise no problems. I'm good. 

 


Just for the records: 

 Update: 16 December 2022 - Restaurant Le Marlin Bleu

 Und heute bleibt der Ti Punch nicht alleine...! 

And today, the Ti punch won't be alone...!

 

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